NeoCitran Grippe/Erkältung enthält Paracetamol. Nicht zusammen mit anderen Paracetamol-haltigen Arzneimitteln anwenden (z.B. gegen Schmerzen, Fieber, Erkältungs-/Grippesymptome), oder Arzneimitteln gegen verstopfte Nase, Allergien (Antihistaminika), Schlafmittel.
Die empfohlene Dosierung nicht überschreiten, eine Überdosierung kann zu einer schweren Leberschädigung führen.
Während der Behandlung mit NeoCitran Grippe/Erkältung ist auf die Einnahme von Alkohol zu verzichten.
Wenn Sie an folgenden Krankheiten leiden, dürfen Sie NeoCitran Grippe/Erkältung nur gemäss ärztlicher Anweisung einnehmen:
- Bei Leber- oder Nierenerkrankungen: nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. Eine sorgfältige Überwachung ist notwendig.
- Bei einer schweren Infektion, Untergewicht, schwerer Mangelernährung, regelmässigem Alkoholkonsum: das Risiko für eine Leberschädigung und metabolische Azidose kann erhöht sein. Anzeichen einer metabolischen Azidose umfassen: tiefe, schnelle und schwere Atmung; Übelkeit, Erbrechen; Appetitlosigkeit. Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt/eine Ärztin, wenn Sie eine Kombination dieser Symptome feststellen.
- Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, Durchblutungsstörungen (wie Raynaud Syndrom: äussert sich z.B. nach Kälteexposition mit Taubheitsgefühl, Kribbeln und Farbwechsel [weiss, blau, rot] in Fingern und Zehen), Diabetes (Blutzuckerkrankheit), Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse).
- Glaukom (erhöhter Innendruck des Auges).
- Phäochromozytom (ein seltener Tumor der Nebenniere).
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen aufgrund vergrösserter Prostata.
- Atemprobleme wie Asthma oder chronische Bronchitis.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin oder Apotheker / Apothekerin, bevor Sie NeoCitran Grippe/Erkältung einnehmen, wenn Sie an schweren Krankheiten leiden, einschliesslich schwerer Nierenfunktionsstörung oder Sepsis (wenn Bakterien und ihre Giftstoffe im Blut kreisen und zu Organschäden führen), oder wenn Sie an Mangelernährung oder chronischer Alkoholkrankheit leiden oder wenn Sie zusätzlich Flucloxacillin (ein Antibiotikum) einnehmen. Bei Patienten in diesen Situationen wurde über eine schwere Erkrankung berichtet, die als metabolische Azidose (eine Störung des Bluts und des Flüssigkeitshaushalts) bezeichnet wird und dringend behandelt werden muss. Sie trat auf, wenn Paracetamol in normalen Mengen über einen längeren Zeitraum angewendet wurde oder wenn Paracetamol zusammen mit Flucloxacillin angewendet wurde. Zu den Zeichen einer metabolischen Azidose können gehören: starke Atembeschwerden mit tiefer schneller Atmung, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen. Eine engmaschige ärztliche Kontrolle wird empfohlen, um das Auftreten einer metabolischen Azidose zu erkennen.
Bei älteren Patienten ist Vorsicht geboten, in dieser Altersgruppe besteht ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen. Die Anwendung bei älteren Patienten mit Verwirrtheit sollte vermieden werden.
Beim gleichzeitigen Gebrauch von Arzneimitteln, die die Leber beeinflussen, namentlich gewisse Mittel gegen Tuberkulose und Anfallsleiden (Epilepsie) oder bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Zidovudin, die bei Immunschwäche (AIDS) eingesetzt werden, darf die Einnahme nur gemäss ärztlicher Anweisung erfolgen.
Gewisse Arzneimittel können Wechselwirkungen mit den Wirkstoffen von NeoCitran Grippe/Erkältung aufweisen.
Wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, ob Sie NeoCitran Grippe/Erkältung einnehmen dürfen:
- Arzneimittel gegen Bluthochdruck (z.B. Betablocker),
- Arzneimittel bei Herzerkrankungen (z.B. Digoxin),
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (z.B. trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin),
- gewisse Sympathomimetika (z.B. Arzneimittel zum Abschwellen der Nasenschleimhaut, gewisse Appetitzügler oder Stimulanzien),
- Antikoagulantien (Arzneimittel zur Blutverdünnung),
- Metoclopramid, Domperidon (Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit, Erbrechen),
- Rifampicin, Isoniazid (Arzneimittel gegen Tuberkulose),
- Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin, Lamotrigin (Arzneimittel gegen Epilepsie [Krampfanfälle]),
- Chloramphenicol (Arzneimittel gegen Infektionen),
- Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung der Blutfette),
- Zidovudin (Arzneimittel gegen HIV-Infektion [AIDS]),
- Probenecid (Arzneimittel gegen Gicht),
- Salicylamid (Arzneimittel gegen Schmerzen und Fieber),
- Ergotamin, Methysergid (Arzneimittel gegen Migräne).
Die Wirkung von Alkohol, Schlaf- und Beruhigungsmitteln kann durch NeoCitran Grippe/Erkältung verstärkt werden.
Paracetamol kann in sehr seltenen Fällen schwere Hautreaktionen (z.B. Akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP), toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN, Lyell Syndrom), Stevens Johnson Syndrom (SJS)) auslösen. Beenden Sie in diesem Fall die Einnahme von NeoCitran Grippe/Erkältung und wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin (s. «Welche Nebenwirkungen kann NeoCitran Grippe/Erkältung haben?»).
Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf Paracetamol überempfindlich reagieren (s. «Welche Nebenwirkungen kann NeoCitran Grippe/Erkältung haben?»).
In Anbetracht der Indikationen ist NeoCitran Grippe/Erkältung für eine langandauernde Einnahme nicht geeignet.
NeoCitran Grippe/Erkältung enthält:
Saccharose: enthält pro Beutel ca. 20 g Saccharose. Dies ist bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes zu berücksichtigen (s. «Was sollte dazu beachtet werden?»). Bitte nehmen Sie NeoCitran Grippe/Erkältung erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Natrium: enthält pro Beutel 28.5 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz). Dies entspricht 1.4% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Auswirkung auf Laboruntersuchungen: Dieses Arzneimittel kann die Resultate der Harnsäurebestimmung mittels Phosphorwolframsäure stören (z.B. bei Patientinnen und Patienten, die an Gicht leiden).
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, erheblich beeinträchtigen! Es kann Benommenheit, Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen und Schwierigkeiten bei Koordination / Konzentration verursachen. Alkohol und Beruhigungsmittel können diese Wirkungen noch verstärken.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie
- an anderen Krankheiten leiden,
- Allergien haben oder
- andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) anwenden.