Wenn Sie bei einer früheren Einnahme eines Arzneimittels mit den gleichen Wirkstoffen Hautausschläge oder Atembeschwerden beobachtet haben, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin darüber informieren, bevor Sie mit der Einnahme von Fluimucil Grippe Day & Night beginnen.
Wenn plötzliche Bauchschmerzen oder Blutungen im Enddarm auftreten (Folgen einer Entzündung des Dickdarms/ischämische Kolitis), beenden Sie die Einnahme von Fluimucil Grippe Day & Night und wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Siehe Kapitel «Welche Nebenwirkungen kann Fluimucil Grippe Day & Night haben?».
Paracetamol, Pseudoephedrin und/oder Acetylcystein können in sehr seltenen Fällen schwere Hautreaktionen (z.B. Akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP), toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN, Lyell Syndrom), Stevens Johnson Syndrom (SJS)) auslösen. Mögliche Symptome sind generalisierte Hautrötung, Hautausschlag, Pusteln, Hautabschuppung, Fieber und/oder grippale Symptome. Beim Auftreten von Hautreaktionen ist die Einnahme von Fluimucil Grippe Day & Night abzubrechen und der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen («Welche Nebenwirkungen kann Fluimucil Grippe Day & Night haben?»).
Nach der Einnahme von pseudoephedrinhaltigen Arzneimitteln wurden Fälle von posteriorem reversiblem Enzephalopathiesyndrom (PRES) und reversiblem zerebralem Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) berichtet. PRES und RCVS sind seltene Erkrankungen, die mit einer verminderten Blutversorgung des Gehirns einhergehen können.
Die Einnahme von Fluimucil Grippe Day & Night ist sofort abzubrechen und ein Arzt ist aufzusuchen, wenn Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, Übelkeit, Erbrechen, starke Kopfschmerzen mit plötzlichem Beginn, Verwirrtheit, Krampfanfälle oder Veränderungen des Sehvermögens auftreten. Diese Symptome können Anzeichen für ein posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES) und ein reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) sein. Siehe Kapitel «Welche Nebenwirkungen kann Fluimucil Grippe Day & Night haben?».
Bei der Anwendung von Fluimucil Grippe Day & Night kann eine verringerte Blutversorgung des Sehnervs auftreten. Brechen Sie bei einem plötzlichen Verlust des Sehvermögens die Einnahme von Fluimucil Grippe Day & Night ab und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf oder begeben Sie sich unverzüglich in medizinische Behandlung. Siehe Kapitel «Welche Nebenwirkungen kann Fluimucil Grippe Day & Night haben?».
Bei Fluimucil Grippe Day & Night handelt es sich um eine Kombination verschiedener Wirkstoffe, nehmen Sie deshalb keine zusätzlichen fiebersenkenden, Schleimhaut abschwellenden oder Schleim lösenden Arzneimittel. Auch auf die gleichzeitige Einnahme von Hustenreiz dämpfenden Medikamenten (Antitussiva) soll verzichtet werden, da durch diese Mittel der Husten unterdrückt wird, wodurch das Abhusten des verflüssigten Schleims beeinträchtigt wird und es zu einem Stau des Bronchialschleims mit Gefahr von Bronchialkrämpfen und Infektionen der Atemwege kommen kann.
Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, dürfen Sie Fluimucil Grippe Day & Night nur unter ärztlicher Kontrolle anwenden, dies gilt insbesondere für ältere Patienten: bei Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, erhöhtem Augeninnendruck, Prostatavergrösserung, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Asthma und andere chronische Erkrankungen der Atemwege, früherem Magen- und Darmgeschwür, bekannter Gefahr von Magen-Darmblutung, Einengung des Magenausgangs, Leber- oder Nierenerkrankungen, Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel (seltene erbliche Krankheit der roten Blutkörperchen).
Pseudoephedrin, einer der Wirkstoffe von Fluimucil Grippe Day & Night, besitzt das Potenzial einer missbräuchlichen Anwendung und hohe Dosen Pseudoephedrin können toxisch sein. Die kontinuierliche Anwendung kann dazu führen, dass mehr Fluimucil Grippe Day & Night angewendet wird als die empfohlene Dosis, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Dies führt zu einem erhöhten Risiko einer Überdosierung. Die empfohlene Maximaldosis und Behandlungsdauer sollten nicht überschritten werden (siehe «Wie verwenden Sie Fluimucil Grippe Day & Night?»).
Von der gleichzeitigen Einnahme von Fluimucil Grippe Day & Night und Alkohol ist abzuraten. Besonders bei fehlender gleichzeitiger Nahrungsaufnahme erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung durch Paracetamol und die müde machende Wirkung von Chlorphenamin kann verstärkt werden.
Wenn Sie an schweren Krankheiten leiden, einschliesslich schwerer Nierenfunktionsstörungen oder Sepsis (wenn Bakterien und ihre Toxine im Blut zirkulieren und zu Organschäden führen), oder wenn Sie an Mangelernährung oder chronischem Alkoholismus leiden, oder wenn Sie zusätzlich Flucloxacillin (ein Antibiotikum) anwenden, sollten Sie vor der Einnahme von Fluimucil Grippe Day & Night Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.
Bei Patienten, die sich in einer dieser Situationen befinden, wurde über eine schwere Erkrankung namens metabolischer Azidose (eine Blut- und Flüssigkeitsabnormalität) berichtet, wenn Paracetamol über einen längeren Zeitraum in normalen Dosen eingenommen wird oder wenn Paracetamol gleichzeitig mit Flucloxacillin angewendet wird. Zu den Symptomen einer metabolischen Azidose können starke Atembeschwerden mit tiefer, schneller Atmung, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erbrechen gehören.
Die gleichzeitige Verwendung gewisser anderer Arzneimittel kann zu einer gegenseitigen Beeinflussung der Wirkung führen (z.B. gewisse Arzneimittel gegen Depression und andere psychische Störungen, gewisse Schlaf- oder Beruhigungsmittel, gewisse Arzneimittel gegen Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe wie z.B. Nitroglycerin, gewisse Arzneimittel gegen Epilepsie, gewisse Antibiotika, gewisse Arzneimittel gegen Tuberkulose, gegen die Immunschwäche AIDS, gegen Gicht, gegen erhöhte Blutfettwerte oder blutverdünnende Arzneimittel). Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten resp. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, ob Sie Fluimucil Grippe Day & Night einnehmen können.
Die Anwendung von Acetylcystein kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zu einer Verflüssigung des Bronchialsekrets führen und den Auswurf fördern. Wenn Sie nicht in der Lage sind, dieses ausreichend abzuhusten, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Diese/r kann dann unterstützende Massnahmen durchführen.
Die Anwendung von Aktivkohle kann die Wirkung von Acetylcystein verringern.
Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- und Rheumamittel können auch auf Paracetamol überempfindlich reagieren.
Wichtige Informationen über einige Hilfsstoffe von Fluimucil Grippe Day & Night
Fluimucil Grippe Day & Night Brausetabletten enthalten:
Aspartam: 80 mg Aspartam pro Brausetablette Day bzw. 70 mg Aspartam pro Brausetablette Night. Aspartam ist eine Quelle für Phenylalanin. Es kann schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie (PKU) haben, eine seltene angeborene Erkrankung, bei der sich Phenylalanin anreichert, weil der Körper es nicht ausreichend abbauen kann.
Sorbitol: 440 mg Sorbitol pro Brausetablette Day bzw. 450 mg Sorbitol pro Brausetablette Night. Sorbitol ist eine Quelle für Fructose. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen oder erhalten, wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie eine Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern haben oder wenn bei Ihnen eine hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) - eine seltene angeborene Erkrankung, bei der eine Person Fructose nicht abbauen kann - festgestellt wurde.
Natrium: 272,87 mg Natrium pro Brausetablette Day bzw. 300,23 mg Natrium pro Brausetablette Night. Dies entspricht 13,6 % bzw. 15 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn sie eine kochsalzarme (natriumarme) Diät einhalten sollen.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen und Schläfrigkeit hervorrufen; dies wird besonders verstärkt bei gleichzeitiger Alkoholzufuhr.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.